Wallfahrtswege im Rott- und Inntal

Broschüre:
Rott- und Inntaler Wallfahrtswege | PDF 2,4 MB

  

Immer mehr Menschen empfinden Stress und Hetze heute als Defizit. So wie der Wanderer, der von einem Autofahrer ein Stück des Weges mitgenommen wurde. Mit rasantem Tempo ging es die Straßen entlang, bis der Wanderer bat, anzuhalten. Er stieg aus, setzte sich an den Straßenrand. Nichts geschah, bis der ungeduldige Autofahrer wissen wollte: "Worauf wartest du noch?". Der Wanderer, unbeirrt am Straßenrand sitzend, erwiderte: "Ich warte darauf, dass meine Seele nachkommen kann."

 

Vor Jahrhunderten gingen Menschen anders mit der Zeit um. Die Termine, die sie einhielten, waren von anderer Art. Es waren bestimmte Daten, an denen sie sich bewusst auf einen meist langen Weg machten, um Wallfahren zu gehen. Der tiefe Glaube, die Wirkung Gottes und seiner Gesandten sei an bestimmten Plätzen besonders spürbar, veranlasste die Menschen des südlichen Niederbayern, zu Wallfahrtsorten zu pilgern. Als Bitte um Hilfe, zum Dank, zur Buße, als Zeichen der Verehrung oder einfach, um am Ende der Reise das große Fest mitzuerleben: Jeder hatte seinen eigenen Grund, sich auf den Weg zu machen. Und schon damals war die Wallfahrt auch eine Art Urlaub, für viele Menschen die einzige Möglichkeit, ihrem Alltag zu entkommen und fremde Gegenden kennen zu lernen.

 

Die Wanderwege auf den Spuren alter Wallfahrtswege, von Heiligen wie des hl. Bruder Konrad, von Papst Damasus II. und Papst Benedikt XVI. laden Sie ein, zu Fuß in einer schönen und abwechslungsreichen Landschaft Ruhe zu suchen, Ballast abzuwerfen, zu sich selbst zu finden. Verbinden Sie Erholung mit Kulturgeschichte und genießen Sie die niederbayerische Gastlichkeit.

 


Was das Herz bewegt, setzt die Füße in Bewegung
(aus Ruanda)